Handarbeit als Therapie?

Auf meiner Suche nach interessanten Themen rund um DIY, also Handarbeiten mit Wolle, wie es eine meiner Lieblingsbeschäftigungen Stricken und Häkeln ist, bin ich auf therapeutisches Stricken gestoßen. Diese tiefe Ruhe und Entspanntheit, das Gefühl von Sicherheit und Heimkommen, dass in mir Raum einnimmt, sobald ich zu Nadeln und Wolle greife, ist ein Therapieansatz bei Angststörungen und Depression. Ich bin auf Publikationen von Therapeuten gestoßen, die die Themenbereiche Psychologie und Stricken miteinander verbinden. Der therapeutische Ansatz beruht auf der Wirkung der gleichmäßigen Bewegung, die unsere Gedankenwelt beruhigen kann und fließen lässt. Das erklärte Ziel von therapeutischem Stricken ist es, die verloren gegangene Stabilität wieder zu erlangen und mehr Wohlbefinden und das wichtige Gefühl der Sicherheit wieder zu spüren.

Mit der Ausübung der Tätigkeit des Strickens und Häkelns haben wir eine größere Chance wieder besser schlafen zu können, unser inneres Gleichgewicht zurückzugewinnen, die Kontrolle über unser Wohlergehen zu steigern und an Stabilität und Resilienz zu gewinnen. Wir können damit Ängste und depressive Stimmungen besänftigen.

Die rhythmischen, immer wiederkehrenden Bewegungen haben eine meditative Wirkung ähnlich der eines Mantras. Wir erlangen über unsere Handlung Kontrolle, sind kreativ und produktiv. Während des Strickens oder des Häkelns laden wir unsere Batterien wieder auf. Wir tun uns selbst etwas wirkliches Gutes. Handarbeiten ist so gesund für Körper und Geist. Stricken und Häkeln senkt den Blutdruck, baut nachweislich Stress ab, stärkt unser Selbstvertrauen, ist Ausdruck unserer Kreativität und fordert unser logisches Denken. Die Gedanken können lose umherschweifen, während sich der Verstand auf die Strickarbeit konzentriert. Handarbeiten wird von Psychologen begrüßt und empfohlen.

Ich stricke und finde damit ein wenig innere Ruhe wieder. Der Prozess des Handarbeitens in meiner eigenen Geschwindigkeit lehrt mich Langsamkeit. Das Anwachsen des Gestrickes zeigt mir ganz eindeutig Wachstum und unterstützt mein Selbstvertrauen auf einfache und verständliche Weise.

Training für das Gehirn

Die Stricktherapie ist eine Übung für beide Gehirnhälften und wirkt gegen Angstgefühle. Somit hebt das Handarbeiten den eigenen Gemütszustand. Ich habe gelesen, dass in den USA das Handarbeiten von Ärzten als sanfte Alternative zu Antidepressiva verordnet wird.

Ich helfe mir mit Wolle und Nadeln wo und wann immer ich kann. Versucht es auch!

Stricken und Häkeln kann somit durchaus eine Selbsthilfe in dunklen Stunden sein. Niemand schaut Euch komisch an, wenn Ihr Euer Strickzeug herausholt. Wir stricken und häkeln einfach überall wo wir hingehen. Eure Strickarbeit wird akzeptiert, kostet Euch wenig und ist überall machbar. Im Rahmen des therapeutischen Strickens arbeitest Du an Deinem Projekt und meditierst zu achtsamkeitsbasierenden Übungen. Vereinfacht gedacht, versuche mit guten positiven Gedanken in angenehmer Atmosphäre zu handarbeiten.

Versuche dieses Mantra

Meine Wolle ist mein Freund.
Handarbeiten tut gut.
Meine Stimmung wächst mit meinem Gestrick in den Himm
el.

Farbigkeit

Heute möchte ich über Farbigkeit sprechen. Buntheit ist meine Passion. Ich drücke diese Farbenfreunde mit meinen farbigen Kopfkleid-Modellen aus. Damit leiste ich meinen Beitrag zu unserer bunten visuellen Welt. Meine Modelle, die ich aus bunten Garnen fertige, haben immer eine positive und beschützende Botschaft. Mein Wunsch ist, dass meine Kopfkleid-Modelle ein lebensfrohes und positives Statement ihrer Trägerinnen und Träger sind. Ich folge der These, dass Gefühlsbotschaften und Charaktereigenschaften mit Farben verbunden sind und sich durch Farbharmonien ausdrücken lassen. Die Farben, die wir sehen, erkennt unser Verstand in ihrer Bedeutung. Somit erzählen einfarbige oder mehr-farbige Farbklänge eine Geschichte und haben für Kopfkleid-Träger*innen und Betrachter eine Bedeutung.

Wenn es um Farbe geht, fallen mir die Begriffe Lieblingsfarbe und Modetrend ein. Auf der Straße sehe ich zumeist Kleidung und Kopfbedeckungen in gedeckten und entsättigten Farben. Die Gesellschaft bevorzugt charakterlose Farben wie Beige und Grau. Ich erkläre es mir so, dass der Wunsch nach Angepasstheit, vielfacher Verwendbarkeit und Unauffälligkeit hier im Vordergrund steht. Die Bekleidungsindustrie greift diese Schlichtheit auf, wohl auch im Hinblick auf die leichter zu erwirtschaftenden Umsätze. Somit wird das Farbangebot der Maschinenware verschlankt. Bei der persönlichen Entscheidung für eine Farbe spielt das eigene Bauchgefühl eine ausschlaggebende Rolle. Trotzdem beweisen die meisten Menschen auch in der Frage ihrer Lieblingsfarbe Angepasstheit. Blau wurde in Umfragen immer wieder als häufigste Angabe der Lieblingsfarbe ausgewählt. Blau ist bekannter weise die Farbe des Vertrauens und der Seriosität. Zu Bewerbungsgesprächen trägt Frau und Mann Blau. Blau ist die Farbe von Finanzdienstleistern und Unternehmen aller Art, die um das Vertrauen ihrer Kunden bemüht sind. Die Nennung von Blau als Lieblingsfarbe ist daher naheliegend und unverfänglich. Auch ich arbeite gern mit blauen Garnen. So sind einige der Kopfkleid-Modelle in Farbklängen gearbeitet, die Blau enthalten. Jedoch genieße ich die im Garneinkauf verfügbaren Farbmöglichkeiten und nutze sie für meine Kreationen. Natürlich hat bei Anfertigungen auf Bestellung die Farbwahl meiner Kunden*innen absoluten Vorrang. Wenn es gewünscht wird, gebe ich sehr gern Farbempfehlungen zu Wunschmodellen nach Harmonie und Verfügbarkeit. Ich selbst liebe alle Farben und ein ganz kleines bisschen mehr die Farbwelt der Rosa- und Pink Töne.

Eure Coco Adele Fleur

Wer ist Mme. Coco?

Mein Name ist Mme. Coco Adele Fleur. Ich bin die Frontfrau der Kopfkleid-Manufactur. Alle kreativen Entscheidungen werden von mir verantwortet und umgesetzt. Ich designe Wollstücke, die ich am liebsten alle selbst tragen würde. Ich bin meine beste Kundin.

Als freie Wollaktivistin ziehe ich Eigenkreationen jeder Vorlage vor. Sicher sind damit in der Umsetzung auch Rückschläge in der Passform möglich aber mein Lerneffekt über meine aktive Zeit ist enorm.

Ich gehöre zu der großen und stetig wachsenden Gruppe der Handarbeiter*innen und möchte hier über meine Handarbeits-Philosophie schreiben.

Jedes handgefertigte Stück ist ein Unikat.

Meinen DIY-Freuden*innen rufe ich zu: Macht nicht einfach nur nach! Kombiniert die Wolle, die Ihr verwenden möchtet, mit Euren Formvorstellungen. Ihr seht schon, ob es passt.

Ist alles vorgegeben und arbeitet Ihr bis auf das i-Tüpfelchen nach Anleitungen und Vorgaben, ist es trotz der großen Eigenleistung immer doch nur nachgemacht.

Ich zitiere hier den Künstler und Kunstprofessor Beuys: Jeder Mensch ist ein Künstler!

Meine Muster, die ich hier auf diesen Seiten anbiete, sind Garn- und Passform-frei erklärt. Bei den Mustern ist der Rapport das einzig wichtige und der kann mit jeder Wolle und in jeder dazu passenden Nadelstärke nachgearbeitet werden.

Wofür steht die Kopfkleid Manufactur?

Coco schreibt fü den Blog

Tragbare, handgearbeitete Kunst mit Kuschelfaktor, Qualität und Chic.

Ich frage mich selbst, was würde ich gern tragen und so erwachsen aus meinen Ansprüchen an meine Kopfkleider© die schönen Kopfbänder und Loops. Mit neu entwickelten Doubleface-Mustern oder gezopft mit eingestrickten Perlen.

Jedes Modell wird von Hand gefertigt. Liebevoll wird jede einzelne Masche an die vorherige gereiht. Strickmuster, Maße, Form und Design bis zur Materialwahl wird jedes Einzelstück individuell kreiert und gefertigt.

Kunst ist schöpferisches Gestalten und Erschaffen, immer neu geboren ohne Vorlage. Ganz unterschiedliche Materialien kommen zur Anwendung. Der hohe Kuschelfaktor ist die verbindende, wichtigste Eigenschaft. Meine Kopfkleider© fühlen sich weich und hautfreundlich an. Kratziges kommt mir nicht auf die Nadel. Qualität ist wichtig, heißt aber nicht unbedingt immer teures Wolllabel. Ich beziehe meine Garne vom Fachhandel, Messen, Abverkäufen und habe immer eine erlesene Auswahl guter Qualitäten vorrätig.

Ich lasse mich von Modenschauen und Trends inspirieren und verfolge die Farbempfehlungen von Pantone©. Kopfkleider© der Kopfkleid Manufactur© sind nie nur hip. Ihr Chic unterstützt immer das Haupt des Menschen, der sich damit schmückt. Kopfkleider© der Kopfkleid Manufactur© umrahmen liebevoll Deine Persönlichkeit.

Eure Mme. Coco Adele Fleur – Wollkunst-Aktivistin, Farbreiz-Redakteurin und Farbdeuterin

Frohe Weihnachten!

Ich schmücke gerade unseren Weihnachtsbaum und verteile die Geschenke für unsere Lieben. Gleich starten wir in unsere Weihnachtsfeier. Ich wünsche allen Freunden*innen unserer schönen Kopfkleid Manufactur friedvolle und freudige Feiertage!

Ihre Coco Adele Fleur

Tolle Strickdesigns zum Nachstricken

Intarsien-Zählmuster für Doubleface-Rundstrick-Arbeiten.

Es ist so weit. Kopfkleid Manufactur goes DIY.

Wir haben viel vor und zeigen in unserer Boutique neue Intarsien-Muster verschiedener Stilrichtungen. Symbole der Wikinger und Kelten oder Beispiele aus Park und Natur.

Jedes Muster ist mit ausführlicher Anleitung einzeln als Download in unserer Kopfkleid-Boutique erhältlich.

Fragen und Anregungen erhalten wir gern unter info@kopfkleid.de.

Es ist Zeit für Handarbeit

Zu Hause zu sein und Zeit zu haben = Zeit für Handarbeit.

Ich weiss, was Ihr jetzt braucht. Ihr braucht die handarbeitende Tante, die Ihr selbst nicht habt. Diese Tante bin ich, Eure Tante Adele.

Fangt einfach an. Ein schönes Tuch in kraus rechts gestrickt geht flink von der Hand und macht Mut zum Weitermachen, hin und her nur rechte Maschen. Wolle findet Ihr Online auf den einschlägigen Portalen, z.B. Am….., sogar Discounter, die noch geöffnet haben, bieten Wolle an, dazu eine Rundstricknadel und los gehts.

Rundstricknadeln sind handlicher, weil nicht so leicht Maschen verloren gehen können. Letztlich ist es Geschmacksache, ob ihr mit einer Rundstricknadel oder mit 2 Nadeln strickt.

Bei dünnem Garn, ähnlich wie Sockenwolle, nehmt eine 3er Nadel +/- eine Nadelgröße. Je dicker der Garnfaden ist, desto größer sollte die Nadel sein. Meist steht die empfohlene Größe auf der Banderole des Wollknäuels.

Dieses dünne Verlaufsgarn stricke ich gerade kraus rechts mit einer 2,75 Rundstricknadel. Die Farben sind fröhlich und machen gute Laune.

Bei Problemen scheut Euch nicht und schickt mir eine Mail. Wir schauen gemeinsam woran es hängt: info@kopfkleid.de.

Ich werde mit Kopfkleid neue Wege beschreiten und bin schon ganz aufgeregt.

Eure Tante Adele

Mund-Nase-Deckchen

Wollt Ihr Eure Münder und Nasen abdecken, habt aber keinen medizinischen Schutz zur Hand, könnt Ihr Euch ein MND (Mund-Nase-Deckchen) selbst nähen.

Diese kleine Nähanleitung ist nur eine Kopfkleid-Idee. Das hier gezeigte MND entspricht nicht den medizinischen Standards. Vielleicht fühlt Ihr Euch trotzdem damit ein wenig sicherer, da draussen in der freien Viren-Wildbahn.

Ich habe mir diverse Schnittmuster und Anleitungen angesehen, die im Netz kursieren und präsentiere hier eine einfache Version, das Kopfkleid-Mund-Nase-Deckchen:

Das Material sollte kochbare Baumwolle sein, durch die Ihr noch leicht durchatmen könnt. Woher jetzt einen leichten Baumwollstoff nehmen? Meine Ikea-Geschirrhandtücher sind bereits gewaschen, aus reiner Baumwolle und meinen Atemtest haben sie auch bestanden, also fange ich an die frischen Geschirrhandtücher zuzuschneiden.

Je MND 1 X 17 cm X 20 cm für das zu faltende Mittelteil

Ich bin von den Empfehlungen abgewichen, den Stoff doppelt zu legen. Sonst hätte ich keine Luft mehr bekommen.

Ihr faltet das Mittelteil, indem Ihr den Stoff in drei bleichgroße Falten legt und diese bügelt.

Je MND 2 X 4-5 cm breite und 17 cm breite Streifen zum sauberen Einfassen an der oberen und unteren Kante.

Die Streifen werden gebügelt, erst einmal längs gefaltet, dann beide Kanten nochmals einschlagen, damit beim späteren Nähen die Kanten gleich sauber sind.

Den Mittelstoff einlegen und mit Stecknadeln alles fixieren.

In die obere Kantenverbrämung kann ein dünner Metallstreifen eingelegt werden. Ich habe kunststoffumwickelten Blumendraht genommen. Dieser Draht nimmt das Profil Eurer Nasenrückenkontur an und formt das MND. Achtung, näht nicht auf dem Draht. Das könnte Eure Nähmaschine zerstören.

Sind die obere und untere Kante (quer über die Nase und unterhalb des Kinns) fest angenäht, werden die Bindebänder in gleicher Weise wie die Streifen angenäht. Ein wenig Fummelarbeit ist es schon aber das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Versucht es mal, Eure Tante Adele.

Machen wir einen Ausflug in die Geschichte des Strickens

Die Ursprünge des Strickens sind bis heute ungewiss. Stämme aus Kleinasien trugen schon 1.900 v. Chr. Vorläufer der Stricksocke an den Füßen. Wahrscheinlich ist das Stricken aus der Netzarbeit – dem Verknoten von Fäden als erste Techniken zur Fertigung von Fischernetzen – und später, der Nadelarbeit – dem Verschlingen der Fäden mit Hilfe einer Nadel – hervorgegangen. Im Unterschied zu beiden Vorstufen werden bei dem Stricken zwei Nadeln benutzt. In der Antike fand das Stricken vor allem Anwendung bei der Herstellung von Theaterkostümen.

Nachdem das Stricken etwas in Vergessenheit geriet, reimportierten es wahrscheinlich die Mauren nach Europa, genauer gesagt nach Spanien: Erhalten sind Kissenbezüge aus dem späten 13. Jahrhundert, die in Gräbern der kastilischen Königsfamilie gefunden wurden.

Im Hochmittelalter prägte das Stricken immer mehr die Hausarbeit der Frauen. Das Rundstricken mit vier oder fünf Nadeln stammt aus dieser Zeit. In Italien verbreitete sich das Tragen von Stricksocken. Auch Henry IV. von England soll überzeugter Stricksockenträger gewesen sein.

Das Handstricken entwickelte sich im Hoch- und Spätmittelalter zu einem anerkannten Handwerk. Daher gibt es deutlich mehr Strickfunde aus dieser Zeit. Das gewerbliche Stricken entstand im 13. Jahrhundert in Paris. Zunächst nicht sehr hoch in der Hierarchie der Handwerke angesiedelt, schaffte es bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts den Aufstieg zu einer der wichtigsten Handwerkergilden.

Im Jahr 1600 wurden erstmalig in Deutschland die “Nürnberger Hosen- und Strumpfstricker” urkundlich erwähnt. Männer und Frauen strickten gleichermaßen. Diese rasche Aufwertung der Handarbeit könnte zusammenhängen mit der wachsenden Nachfrage nach möglichst körperbetonten Beinkleidern in der Männermode.

1598 baute der englische Pfarrer William Lee eine Handkuliermaschine, mit der Strümpfe maschinell sechsmal schneller als per Hand gestrickt werden konnten. Königin Elizabeth I. war sich schnell der möglichen Folgen bewusst: Sie verbot die Maschine, um die Arbeitsplätze der Handstricker zu schützen. Lee verließ daraufhin die Heimat und ging nach Rouen in Frankreich, wo er seine Erfindung erfolgreich vermarkten konnte. Lees Strickmaschine gilt als Vorbote der Mechanisierung im Textilgewerbe, die Ende des 18. Jahrhunderts die industrielle Revolution einläutete. (Quelle Lexi TV)

Heute ist Stricken und Häkeln wieder absolut in.

Besonders die Ergebnisse der individuellen Wollgewirke, die immer anders und besonders aussehen, geben jedem Stück seine Einzigartigkeit.

 

Eure Coco Adele Fleur

Tante Adele Tipp: Einleitung zu sanften Maschen

Farben sprechen unsere Gefühlswelt an und unterstützen unsere Stimmungen.

Arbeiten wir mit farbigen Garnen, die ein klares und homogen farbiges Strickbild ergeben, nimmt die Farbe Einfluss auf unser Tun und unsere Gefühle.

Jeder von uns kennt Farben, die sie oder er gern ansieht. In diese Farben kleidet sie oder er sich gern, vielleicht unbewusst öfter als in andere Farben. So ist das mit Lieblingsfarben.

Nachdem wir uns mit der Farblehre und ein wenig Farbtherapie beschäftigt haben, können wir alle sicher nicht mehr unterscheiden ob unsere Vorlieben und Abneigungen auf die Besonderheiten und Deutungskraft der einzelnen Farben zurückzuführen sind oder auf unserem bisherigen ungeschulten und individuellen Geschmack beruhen. Unsere Persönlichkeit spricht meist ein lautes Wort mit, selbst wenn bestimmte Farben nach der neuesten Mode ein „must have“ sind.

Unsere Verpackung, unsere Kleidung, kann allein durch ihre Farbe Signale senden. Entsprechen diese Signale der Trägerin bzw. dem Träger, so erscheint diese/r als authentisch und überzeugend.

Warum tragen so viele Bänker dunkle, meist dunkelblaue Anzüge oder Kostüme und warum sind die meisten Internetseiten von Finanzdienstleistern in Blautönen gehalten?

Dunkelblau ist für den Betrachter/ die Betrachterin vertrauenswürdig und gediegen. Dunkelblau wiegt den Betrachter in eine ruhige Sicherheit. Dunkelblau sagt,“ hier ist Wahrhaftigkeit. Du bist hier sicher“.

Farblehre und Farbgestaltung können das Empfinden des Betrachters maßgeblich beeinflussen. Kennt Ihr diese Wirkung, so könnt Ihr sie für Euch nutzen und auch einsetzen. Manche Farben wirken wie eine Schlaftablette. Dunkelblau gehört unbedingt zu den beruhigend wirkenden Farben.

Ihr könnt Euch selbst stimulieren oder mit der Wahl der großflächigen Farbe Eurer Garderobe selbst Eure Wirkung auf andere beeinflussen.

Im Rahmen der Farbbetrachtung arbeite ich sehr gern mit klaren Farben, die ich verstricke oder häkele. Je nach Eurer Fingerfertigkeit und Geschwindigkeit beim Handarbeiten können langsamere ein Gestrick in Form eines glatten Vierecks wie einen Topflappen zur Selbstmeditation fertigen. Wir sollten eine halbe Stunde oder besser eine Stunde mit dem Farb-Gestrick am Stück verbringen. Die Farbe und die Fingerarbeit isolieren unsere Gedanken vom Alltag, dem wir entfliehen wollen. Die Farbfläche, die durch die Arbeit entsteht, wird immer größer und nimmt an Wirkintensität auf unser Gemüt mit jeder gestrickten Reihe zu. Zum Ende der Arbeit die auch das Ende der Selbst-Meditation darstellt, liegt eine Farbfläche vor uns die wir selbst geschaffen haben. Die Farbe spricht zu unserem Unterbewusstsein, dass durch die getane Arbeit weit aufnahmefähig und positiv stolz gestimmt ist. Wir kauern nicht innerlich aus Frust über unser schweres Leben. Nein, wir haben für uns etwas geschaffen dass uns völlig ohne Nebenwirkungen in eine bessere Stimmung versetzt.

In den nächsten Tante Adele Tipps werde ich weiter über Farbbetrachtung und die Wirkung der Farben schreiben, bleibt dran, Eure Tante Adele.